Beihefte zum Neuen Lausitzischen Magazin (21 - 30)

Folgende Hefte sind von 2019 bis 2021 erschienen:

 

NLM Beiheft 22 : Johann von Görlitz. Der dritte Sohn Karls IV.

Lenka Bobková und Tomáš Velička in Zusammenarbeit mit Mlada Holá und Jan Zdichynec

Görlitz/Zittau : Verlag Gunter Oettel, 2019
ISBN 978-3-944560-65-6

Die Herrscher aus dem Hause Luxemburg, die mehr als ein Jahrhundert lang an der Spitze der europäischen Politik aktiv gewesen waren, gehörten und gehören zu beliebten Themen der Historiografie. Größte Aufmerksamkeit zog stets der römische Kaiser und böhmische König Karl IV. auf sich. Von Karls Söhnen sind vor allem Wenzel IV. und Sigismund bekannt, weniger Aufmerksamkeit bei den Historikern fand stets Johann, der dritte Sohn, den auch die Öffentlichkeit nahezu vergessen hat. Dies ist allein schon dadurch zu verstehen, dass ihm nur eine kurze Lebenszeit bemessen war. Johann starb bereits wenige Monate vor seinem 26. Geburtstag, in der Nacht zum 1. März 1396. Von seinem Vater erhielt er den Titel Herzog von Görlitz und ist dadurch als Johann von Görlitz in die Geschichte eingegangen. Ziel dieser Publikation ist es, den dritten Sohn Karls IV. und sein Schicksal neu zu betrachten, seinen Lebensweg zu verfolgen und seine Rolle im politischen Spiel während der ersten zwei Jahrzehnte der Herrschaft Wenzels IV. und in der Geschichte der Nebenländer der Böhmischen Krone, an deren Verwaltung Johann beteiligt war, zu bestimmen. Der Fokus liegt auf der Ausgestaltung der Macht, auf dem Görlitzer Hof sowie auf seinem Auftreten am Prager Hof. Zugleich wird auf allgemeine Züge der Herrschaft Wenzels IV. sowie auf die Beziehungen zwischen den Söhnen und Neffen Karls IV. hingewiesen. Eine Übersicht zu den heute noch auffindbaren Schriftstücken Johanns bildet einen untrennbaren Bestandteil des Textes.

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NLM Beiheft 21 : Die Oberlausitzer Herrschaften

von Max Jänecke

Herausgegeben von Lars-Arne Dannenberg und Gerhard Billig

Görlitz : Selbstverlag der OLGdW, 2019
ISBN 978-3-9819612-2-5

Im Jahr 1922 reichte Max Jänecke seine Dissertation zur Entstehung der „Herrschaften der Oberlausitz“ an der Universität Leipzig ein, die er zu Beginn des folgenden Jahres verteidigte. Die Untersuchung nimmt die topografischen, vor allem die hydrografischen Bedingungen für die Herrschaftsbildung im Zuge des Landesausbaus im 12. und 13. Jahrhundert in den Blick. Sie schließt mit dem Satz „Herrschaft durch Kolonisation!“ Obwohl Max Jäneckes Doktorvater Professor Rudolph Kötzschke eingestand, die volle Tragweite der prägnanten Formel nicht zu erfassen, erteilte er ihm als erstem seiner Doktoranden am Leipziger Seminar für Landesgeschichte und Siedlungskunde das Prädikat „Magna cum laude“. In der Folge wurden Methode und Konzept von der Leipziger Schule auch auf andere Regionen in Ostmitteleuropa übertragen, allerdings meist ohne ihren Urheber zu benennen. Das liegt vermutlich auch daran, dass die seinerzeit noch handschriftlich (!) verfasste Dissertation nie zum Druck gelangte. Die methodisch und konzeptionell bahnbrechende Arbeit hat auch nach einem zeitlichen Abstand von fast 100 Jahren nichts von ihrer innovativen Fragestellung wie ihrem faszinierenden Erkenntniswert verloren.

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