Hermann-Knothe-Preis - Wissenschaftspreis der Oberlausitz

Mit der Benennung des "Wissenschaftspreises der Oberlausitz" nach Hermann Knothe ehrt die Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften die geschichtswissenschaftlichen Leistungen des Oberlausitzer Landeshistorikers. Hermann Knothe (1821-1903) hatte sich ganz der Erforschung der oberlausitzischen Geschichte verschrieben. Seine bis heute grundlegenden Arbeiten, die zumeist im NLM erschienen, widmen sich vornehmlich der oberlausitzischen Rechts- und Verfassungsgeschichte sowie dem einheimischen Adel. Sie zeichnen sich durch ein intensives Quellenstudium aus, wodurch Knothe maßgeblich zur Qualität und zur Anerkennung der Zeitschrift beitrug. 1897 ernannte man ihn zum Ehrenmitglied der OLGdW.

Nach der erzwungenen Auflösung der Gesellschaft 1945 erfolgte 1990 ihre Wiedergründung. Seither konnte die OLGdW in zunehmendem Maße an ihre reiche Tradition anknüpfen und eine Vielzahl ihrer wissenschaftlichen Aktivitäten wiederbeleben. So wird seit 1998 in "Neuer Folge" auch das "Neue Lausitzische Magazin" herausgegeben. Ebenso gehört es zu den Aufgaben der Gesellschaft, die historische Forschung zur Oberlausitz zu fördern und insbesondere junge Wissenschaftler an die Besonderheiten der Geschichte dieses Landes heranzuführen. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde dafür jeweils eine Preisaufgabe gestellt, in dessen Folge sich alsbald anerkannte Historiker, neben Hermann Knothe etwa auch Richard Jecht u.v.a.m., erstmals hervortun konnten. Mit dem nunmehr ausgelobten Preis ist die Absicht verbunden, junge Wissenschaftler, die innovative Studien zur Oberlausitz vorgelegt haben, auszuzeichnen.