Neugründung bis heute ...

1990

Am 24. Oktober 1990 erfolgt der Aufruf zur Erneuerung der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften durch Prof. Dr. Ernst-Heinz Lemper, den Leiter der Städtischen Kunstsammlungen Görlitz. Der Akt der Neugründung der "Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften" zu Görlitz e. V. findet am 6. Dezember 1990 auf der Ortenburg in Bautzen statt. In dieser Gründungsveranstaltung erfolgt der einstimmige Beschluss zur Wiederbelebung der Gesellschaft. Es wird ein vorläufiger Vorstand und Prof. Dr. Lemper zum Präsidenten der Gesellschaft gewählt. Der erste vorläufige Jahresbeitrag beträgt 20 DM. Gemäß Statut wird nunmehr die Arbeit der 1779 gegründeten Vorgängergesellschaft auf den Gebieten der geisteswissenschaftlichen Fächer fortgesetzt.

1991

Am 20. April 1991 tagt die Gesellschaft erstmals nach der Neugründung wieder öffentlich in Görlitz. Viele Kurzvorträge bieten ein abwechslungsreiches Programm. Nach einem Gedenken am Grab Karl Gottlob Antons auf dem Görlitzer Nikolaifriedhof beginnt traditionell am 21. April 1991 die Mitgliederversammlung mit der Verabschiedung der Satzung und der Wahl des Präsidiums. Die Gesellschaft zählt bereits 111 Mitglieder. Die Beiträge der Tagung erscheinen 1992 in der Schriftenreihe des Ratsarchivs der Stadt Görlitz unter dem Titel "Erbe und Auftrag". Erstmals erscheinen die Mitteilungen des Präsidiums in gedruckter Form. Am 19. und 20. Oktober 1991 findet das gemeinsame Jacob-Böhme-Symposium statt, welches die Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften zusammen mit der Jacob-Böhme-Gesellschaft in Stuttgart und den Städtischen Kunstsammlungen Görlitz durchführte.

1992

Das Thema der Frühjahrstagung lautet "Traditionen des Bildungswesens in der Oberlausitz und die Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften". Am 25. April finden dazu verschiedene Vorträgen statt und am Sonntag eine Exkursion nach Zittau zur Eröffnung der Christian-Weise-Ausstellung. Die Gesellschaft nimmt ihre eigene Publikationstätigkeit auf. Das ganze Jahr über gibt es abendliche Treffen mit Vorträgen und Zusammenkünften, um das gegenseitige Kennenlernen voranzubringen. Das erste internationale Christian-Weise-Symposium in Zittau ist zugleich die Herbstveranstaltung der Gesellschaft.

1993

Traditionell wurde die Frühjahrstagung vom 16. bis 18. April 1993 durch ein Symposium begleitet, welches "dem freien wissenschaftlichen Meinungsstreit" dient, wie es Prof. Dr. Lemper in seiner Einladung formuliert. 12 verschiedene Vorträge aus den Reihen der Mitglieder und eine Exkursion rundeten das Tagungsprogramm ab. Das ganze Jahr hindurch finden verschiedene Vorträge von Mitgliedern zu verschiedenen Themen statt. Am 9. Oktober 1993 treffen sich die Gesellschaftsmitglieder und viele Gäste zur Herbsttagung in Bautzen, die als Thema "975 Jahre Friede zu Bautzen - Die Oberlausitz und ihre territorial-administrative Gliederung seit 1018" hat.

1994

Am 23. April findet in Görlitz die 252. Mitgliederversammlung mit vielen Kurzvorträgen der Mitglieder statt. Zu diesem Zeitpunkt zählt die Gesellschaft 173 Mitglieder. Es erscheint ein Band mit den Vorträgen der Herbsttagungen 1991 und 1992. Die aktuelle Herbsttagung hat den Braunkohlebergbau in der Oberlausitz zum Thema. Im Anschluss daran erscheint am 6. Oktober zum 70. Geburtstag von Ernst-Heinz Lemper die Festschrift "Lusatia floreat. Beiträge der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften".

1995

Vom 21. bis 24. April 1995 findet die alljährliche Frühjahrstagung mit der Mitgliederversammlung statt, die der Verständigung der Gesellschaft über die weitere Vorgehensweise bei ihrer, auf die Anregung und Förderung des wissenschaftlichen und kulturellen Lebens in der Region gerichteten Arbeit und den notwendigen organisatorischen Dingen dient. Prof. Dr. Ernst-Heinz Lemper wird als Präsident wiedergewählt. In einem thematisch breitgefächerten Programm setzen sich die Mitglieder mit Fragen der Geschichte der Oberlausitz und der Organisation der historischen Forschung auseinander. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Würdigung der Verdienste der des längjährigen Görlitzer Ratsarchivars und Sekretärs der Oberlausitzischen Gesellschaft, Richard Jecht (1858-1945). Zu seinem 50. Todestag legen die Mitglieder am 23. April in Görlitz am Grab von Richard Jecht einen Kranz nieder. 

1996

In diesem Jahr erfolgte die Wiederaufstellung der Schachmannsäule. Die Herbsttagung unter dem Titel "650 Jahre Gründung des Sechsstädtebundes der Oberlausitz" in Zittau in Zusammenarbeit mit der Geschichtskommission Euroregion Neiße, dem Zittauer Geschichts- und Museumsverein und den Städtischen Museen Zittau findet vom 19. bis 21. September statt.

1997

Vom 24. bis 26. Oktober findet die Internationale Herbsttagung in Kamenz unter dem Titel "Pönfall der Oberlausitzer Sechsstädte" gemeinsam mit dem Kamenzer Geschichtsverein e.V. statt.

1998

Die Gesellschaft gibt den ersten Band "Neues Lausitzisches Magazin. Neue Folge" heraus. Die Herbsttagung findet am 17. Oktober aus Anlass der 1. Sächsischen Landesausstellung "Zeit und Ewigkeit" im Kloster Marienstern statt. Die Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften e. V. tritt dem Gesamtverein der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine e. V. bei.

1999

Am 24. April wird auf der 257. Mitgliederversammlung Dr. Volker Dudeck zum neuen Präsidenten gewählt. Prof. Dr. Ernst-Heinz Lemper trat aus Altersgründen nach zwei Legislaturperioden nicht mehr zur Wahl an. Am 1. Juni wird ein Büroraum für die Geschäftsstelle im Haus Hainwald 8 angemietet. Vom 30. September bis 2. Oktober findet in Bautzen die Herbsttagung unter dem Titel "Oberlausitzer Landesgeschichte" statt. Zum 75. Geburtstag Lempers erscheint die Festschrift "Sammeln - Erforschen - Bewahren. Zur Geschichte und Kultur der Oberlausitz" als Sonderheft des "Neuen Lausitzischen Magazins".

2000

Aus gesundheitlichen Gründen legt Präsident Dr. Dudeck sein Amt nieder. Daraufhin übernimmt Vizepräsident Dr. Matthias Herrmann die Geschäfte. Auf der 258. Mitgliederversammlung am 15. April wird Prof. Dr. Karlheinz Blaschke zum Präsidenten gewählt. Im November findet die Herbsttagung statt.  Die Arbeiten am Biographischen Lexikon der Oberlausitz beginnen.

2001

Buchcover

Am 1. Februar 2001 zieht die Geschäftstelle in die Weberstraße 14 ein. Die Frühjahrstagung am 21. April widmet sich dem Adel in der Oberlausitz. Die Gesellschaft hat 157 persönliche Mitglieder. Die Herbsttagung vom 12. bis 14. Oktober in Bad Muskau steht unter dem Titel "Standesherrschaft Muskau. Landschaft, Geschichte, Kultur". Es erscheint der Band von Ernst-Heinz Lemper zu Carl Gottlob Schachmann, bei dem die Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften als Herausgeber auftritt, um seine Leistungen anlässlich seines 270. Geburtstages zu würdigen.

2002

Die Herbsttagung "1000 Jahre Bautzen" vom 11. bis 13. Oktober findet in Bautzen statt.

2003

Zum 75. Geburtstag von Präsident Karlheinz Blaschke erscheint die Festschrift "Die Oberlausitz und Sachsen im Mittelalter". Das Thema der Herbsttagung befasst sich mit dem 500-jährigen Bestehen des heiligen Grabes zu Görlitz. Die Gesellschaft ist mit einem eigenen Internetangebot präsent.

2004

Höhepunkt der Frühjahrstagung am 24. April ist die Festsitzung zum 225. Bestehen der Gesellschaft. Auf der anschließenden Mitgliederversammlung wird Prof. Dr. Wolfgang Geierhos zum neuen Präsidenten gewählt. Der bisherige Amtsinhaber Karlheinz Blaschke trat aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl an. Die Gesellschaft tritt mit einer eigenen Homepage über das Internet an die Öffentlichkeit. Ein Redaktionskollegium für die Publikation des "Neuen Lausitzischen Magazins" wird berufen.

2005

Erstmals findet auf der Frühjahrstagung vom 22. bis 24. April 2005 das von Vizepräsident Dr. Matthias Herrmann initiierte "Junge Forum" als Vortragsplattform für Studierende und Doktoranden statt. Karlheinz Blaschke wird zum Ehrenmitglied ernannt. Am 1. Juli wird die neue Geschäftsstelle im sanierten "Biblischen Haus" Neißstraße 29 bezogen. Die Internationale Herbsttagung im November mit über 100 Teilnehmern steht unter dem Titel "Böhmen und die Oberlausitz. Forschungen zur gemeinsamen Geschichte" und findet in Zittau statt. Die Ergebnisse werden in einem Tagungsband publiziert.

2006

Die Herbsttagung "Regionale Entwicklung der Oberlausitz. Chancen und Perspektiven" wird an der Hochschule der Sächsischen Polizei in Rothenburg durchgeführt. Erstmals wird der "Hermann Knothe-Preis" für junge Nachwuchswissenschaftler ausgeschrieben, finanziert von den Bürgermeistern der ehemaligen Sechsstädte sowie dem Bürgermeister von Zgorzelec.

2007

Erster Preisträger des "Hermann Knothe-Preises" wird Kai Wenzel. Vom 23. bis 25. März findet die Tagung zum Wirken des Oberlausitzer Architekten Carl August Schramm in Dittelsdorf unter Leitung von Herrn Dr. Andreas Bednarek statt. Am 3. Mai verstirbt Gründungspräsident Prof. Dr. Ernst-Heinz Lemper im Alter von 82 Jahren. Am 2. Juni findet eine gemeinsame Tagung mit der Gesellschaft der Freunde der Oberlausitz in Luban / Lauban zu Fragen der Oberlausitzer Geschichte statt. Am 2. Oktober verstirbt Vizepräsident Dr. Matthias Herrmann im Alter von 46 Jahren. Die Herbsttagung "Die zweisprachige Oberlausitz in multikonfessioneller Perspektive" findet gemeinsam mit dem Sorbischen Institut Bautzen in Schmochtitz statt.

2008

Prof. Dr. Hartmut Zwahr eröffnete die Frühjahrstagung in Görlitz im Gedenken an die damaligen Ereignisse von 1968, indem er aus seinem damals heimlich geführten, inzwischen publizierten Tagebuch vorlas und seine besondere Betroffenheit kommentierte. Besonders hervorzuheben sind noch die Vorträge des jungen Prager Historikers Dr. Jan Zdichynec wie unseres Ehrenpräsidenten Prof. Dr. Karlheinz Blaschke, der leidenschaftlich dafür warb, die Sorben bei der Betrachtung der Oberlausitz stets mit einzubeziehen. Auf der Mitgliederversammlung am 19. April 2008 wurde ein neues Präsidium gewählt. Differenzen innerhalb des Präsidiums führen im November zum Rücktritt von fünf Mitgliedern.

Unter der fachkundigen Leitung von Grit Richter-Laugwitz, der Leiterin des Archivverbunds Stadtarchiv und Staatsfilialarchiv Bautzen, galt die Herbsttagung der Gesellschaft dem Archivwesen der Oberlausitz. Anlass waren die Gründung des Staatsfilialarchivs Bautzen vor 75 Jahren.

Am 2. Oktober 2008 fand in Kamenz gemeinsam mit dem Kamenzer Geschichtsverein ein Kolloquium zum Gedenken an den vor einem Jahr verstorbenen Vizepräsidenten Dr. Matthias Herrmann statt.

Ein sehr erfreuliches Ereignis stellte die Würdigung des 300. Todestages von Ehrenfried Walther von Tschirnhaus (1651–1708). Er zählt nicht nur zu den bedeutendsten Gelehrten des 17. und frühen 18. Jahrhunderts – er stand mit den wichtigsten Vertretern der modernen Wissenschaft in Europa in Verbindung –, sondern er wurde mit 31 Jahren das erste deutsche Mitglied der Académie royale des sciences in Paris. Von dieser Akademie wie der englischen Royal Society wie dem Spinoza-Kreis in den Niederlanden beeinflusst, gründete er 1679 in Kieslingswalde das „Oberlausitzer Museum“ als private leistungsfähige Wissenschaftsgesellschaft und verfolgte mit Leibniz den Plan der Errichtung einer Akademie. In Zusammenarbeit mit der Tschirnhaus-Gesellschaft, dem Mathematisch-Physikalischen Salon der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Oberlausitzischen Bibliothek beteiligte sich die OLGdW an der Organisation von Vorträgen in Görlitz und der Hauptveranstaltung am 11. Oktober im Hans-Nadler-Saal der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zu Ehren von Tschirnhaus.

An der Tagung der deutsch-polnischen Gesellschaft am 22. Februar 2008 im Kraszewski-Museum in Dresden nahmen Vertreter der OLGdW ebenso teil wie an der Jahrestagung der Bombastus-Gesellschaft am 4. Mai in Dresden, der Eröffnung der Tage der Sorbischen Dichtung am 3. Juni in Bautzen und der Konferenz der polnischen „Freunde der Oberlausitz“ im Muzeum Luzycki, Zgorzelec, über das Thema „Kriege in der Oberlausitz“ am 6. Dezember.

2009

Das neu gewählte Präsidium
Das neu gewählte Präsidium

Vom 17. bis 19. April führten die Gesellschaft und die Naturforschende Gesellschaft erstmals eine gemeinsame Tagung durch. Im Jahr 1811 gründete sich im Zuge der Spezialisierung der Wissenschaftsdisziplinen ein naturwissenschaftlich orientierter Verein, der ein großes Aufgabenspektrum der enzyklopädisch angelegten OLGdW besetzte. Als sich ab der Mitte des 19. Jahrhunderts unsere Gesellschaft unter der erstarkenden vaterländischen Geschichtsschreibung ausschließlich auf historische Themen konzentrierte, drifteten die Berührungspunkte beider Gesellschaften immer mehr auseinander. Jetzt, da interdisziplinäres Arbeiten wieder selbstverständlich geworden ist, lud die gemeinsame Schnittmenge zur Zusammenarbeit geradezu ein. Die Frühjahrtagung mit Vorträgen aus den Reihen der Mitglieder beider Vereine sowie die Exkursion am 27. Juni 2009 sind als ein verheißungsvoller Auftakt zu werten. Die anschließende Mitgliederversammlung beschloss eine Neuwahl des Präsidiums.

Am 20. Juni wurde in der außerordentlichen Mitgliederversammlung in Görlitz ein neues Präsidium und Dr. Steffen Menzel zum neuen Präsidenten gewählt.

Durch Zuarbeit qualifizierter Aufsätze und finanzieller Unterstützung der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien gelang es wiederum, einen Band des „Neuen Lausitzischen Magazins“ herauszugeben. Nicht zuletzt durch die umsichtige Arbeit der Redaktion hat sich diese Zeitschrift wieder fest als regionalgeschichtliches Periodikum etabliert.

Die Herbsttagung zum Thema „Bildung und Gelehrsamkeit in der frühneuzeitlichen Oberlausitz“ fand am 6. und 7. November in Zittau statt. Die Tagung war u. a. mit einer Führung im Altbestand der Christan-Weise-Bibliothek und der Ausstellung „Weises Geschenk. Gelehrsamkeit, Unterhaltung und Repräsentation im barocken Zittau“ verbunden.

Am 11. Oktober 2009 konnte nach langer Vorbereitungszeit eine Gedenktafel für Ehrenfried Walther von Tschirnhaus enthüllt werden. Gemeinsam mit der Tschirnhaus-Gesellschaft e.V. gedachte man eines der großen Söhne der Oberlausitz.

2010

Die Frühjahrstagung vom 23. bis 24. April fand wegen der Baumaßnahmen am Barockhaus Neißstraße in Görlitz in der Aula des Schiller-Gymnasiums in Bautzen statt. Zahlreiche Interessenten besuchten die Veranstaltung, die erstmals in enger Kooperation mit dem Verein für Sächsische Landesgeschichte durchgeführt wurde. Neben einer Reihe erstklassiger Vorträge aus den Reihen der Mitglieder unserer Gesellschaft, bildete das nun schon seit fünf Jahren durchgeführte Neue Forum einen festen Punkt in der Tagesordnung. Die Präsentation von Forschungsthemen und -ergebnissen durch Studenten und Doktoranden dient zum einen der Information der Mitgliedschaft, andererseits macht es diese jungen Akademiker auf Ziele und Aufgaben der Gesellschaft aufmerksam. In der sich anschließenden regulären Mitgliederversammlung bildete die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Prof. Günter Mühlpfordt, welcher sich um die Wiederbegründung der OLGdW sehr verdient gemacht hatte, einen weiteren Höhepunkt.

Zur Herbsttagung vom 5.-6. November 2010 lud das Präsidium die Mitglieder nach Görlitz ein. Das Thema „Menschen unterwegs. Die via regia und ihre Akteure“ stand ganz im Zeichen der Vorbereitung der 3. Sächsischen Landesausstellung im Jahr 2011. In Zusammenarbeit mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, dem Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde und der OLGdW wurde eine hochkarätige Veranstaltung organisiert, die als gelungener Auftakt für das größte museale Ereignis des kommenden Jahres im Freistaat Sachsen gewertet werden kann.

Der Anlass der Ersterwähnung von Kittlitz vor 750 Jahren war für Peter Altmann und Dr. Lars-Arne Dannenberg Anlass, zahlreiche Experten zusammenzuführen und den Band „Kittlitz. Dorf und Herrschaft in der Geschichte 1160-2010“ entstehen zu lassen, der als Beiheft 7 unserer Reihe „Beihefte zum NLM“ erschienen ist. Die Aufsätze beleuchten verschiedene Aspekte der Dorf- und Herrschaftsentwicklung vom Mittelalter bis in die aktuelle Zeitgeschichte und binden diese in die Gesamtgeschichte der Oberlausitz ein.

Dank einer Spende ist die Herausgabe des Beiheftes 8 zu verdanken. Die Magisterarbeit von Frau Lubina Mahling „Sorbisches kirchliches Leben in Löbau von der Reformation bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts“ wurde im Jahr 2009 mit dem Gregor-Mättig-Preis geehrt.

Eine wichtige Aufgabe für die verbesserte Außenwirkung unserer Gesellschaft war die Neugestaltung der Homepage mit einem modernen Erscheinungsbild. Dazu gibt es eine Vielzahl nützlicher Informationen und Recherchemöglichkeiten, wie die wichtigsten Publikationen in Vergangenheit und Gegenwart sowie Links zu digitalisierten Beständen des NLM oder ganzer Urkundeneditionen.

2011

Unter dem Motto "Die VIA REGIA - Leben mit der Straße" lud die Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften e. V. ihre Mitglieder für den 27. und 28. Mai 2011 nach Görlitz ein, diesjähriger Schauplatz der 3. Sächsischen Landesausstellung "VIA REGIA. 800 Jahre Bewegung und Begegnung". Das Programm der Tagung knüpfte inhaltlich an die Schau im Kaisertrutz an und setzte den thematischen Schwerpunkt auf chronikalische Überlieferungen aus der Oberlausitz und Schlesien. Ein Höhepunkt der Tagung war ohne Zweifel die Verleihung des Hermann-Knothe-Preises an Markus Lammert.

Nach der 2010 begonnenen denkmalgerechten Sanierung mit einem Etat von rund 4,5 Millionen Euro wurde am 29. Juli 2011 das Görlitzer Kulturhistorische Museum im "Barockhaus Neißstraße 30" wieder eröffnet. Nicht nur der Bibliothekssaal und die Ausstellungsräume wurden restauriert, sondern in der zweite Etage wird über die Sammlungen und die Arbeit der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften berichtet. Originalmöbel, Gemälde und die wissenschaftliche Sammlung wurden in den verschiedenen Kabinetten (physikalisches Kabinett, Literatur- und Musikkabinett sowie mehrere Altertümer- und Naturalienkabinette) aufgestellt, wie es schon vor 200 Jahren der Fall gewesen ist.

Die wissenschaftliche Herbsttagung vom 4. bis 6. November 2011 veranstaltete die Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften e. V. in Verbindung mit dem Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig (GWZO) und dem Institut für Personengeschichte Bensheim zum Thema „Die Kultur des oberlausitzischen Adels in vergleichender Perspektive vom 16. bis zum 19. Jahrhundert“. Das Schloss Hoyerswerda bot als Tagungsstätte den passenden Rahmen. Das gewählte Thema stieß auf großes Interesse, denn mehr als 100 Teilnehmer hatten sich für die Tagung mit der Exkursion zu Schlössern der Oberlausitz angemeldet.

Mit der Herausgabe der Monografie „Sorbisches kirchliches Leben in Löbau von der Reformation bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts“ der Dr.-Gregor-Mättig-Preisträgerin Lubina Mahling erschien das nunmehr 8. Beiheft zum Neuen Lausitzischen Magazin. Außerdem konnte 2011 die Reihe „Scriptores rerum Lusaticarum“ mit dem Band 6, dem "Chronicon Silesiae" fortgesetzt werden.

Um die Zusammenarbeit mit anderen wissenschaftlichen Vereinen wieder auf ein festes Fundament zu stellen, schloss das Präsidium neue Kooperationsverträge mit folgenden Partnern ab: Institut für Personengeschichte Bensheim, Tschirnhaus-Gesellschaft und Naturforschende Gesellschaft der Oberlausitz.

2011 wurde die Geschäftsstelle in der Neißstraße 29 zur Kostenersparnis räumlich verkleinert.

2012

Zur Frühjahrstagung in Görlitz wurde erstmals das NLM in neuer Gestaltung präsentiert. So wurde das Format den gängigen Buchgrößen angepasst und das gesamte Layout moderner gestaltet. Gleichzeitig wurde die alte Zählung wieder aufgenommen und das neue NLM trägt die Nummer 134. Auf der Mitgliederversammlung bei der Frühjahrstagung wurde auch eine neue Vereinssatzung und eine neue Wahlordnung beschlossen.

Erstmals loben das Internationale Jacob Böhme Institut Görlitz und die Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften gemeinsam für das Jahr 2012 den „Jacob-Böhme-Preis“ aus.

Am 29. und 30. Juni fand in Kamenz die Tagung zum 666-jährigen Jubiläum des Sechsstädtebundes statt, die durch die OLGdW unterstützt wurde.

Im Kerber Verlag Bielefeld erschien im Juli das von den Städtischen Sammlungen für Geschichte und Kultur Görlitz herausgegebene Buch „Kunst und Wissenschaft um 1800. Die Sammlungen der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften zu Görlitz“. Erstmals liegt damit eine umfassende Darstellung der Geschichte der Gesellschaft und ihrer überregional bedeutenden Sammlungen vor, die heute im Kulturhistorischen Museum und der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften aufbewahrt werden.

2013

Die Frühjahrstagung begann am Abend des 19. April 2013 mit der feierlichen Wiedereröffnung der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften. Nach mehrjähriger Bauzeit konnten die sanierten und nunmehr modernen Anforderungen genügenden Gebäude der Öffentlichkeit übergeben werden. Der folgende Tag begann mit der Verleihung des „Hermann Knothe-Preises“. Jan Bergmann erhielt den Preis aus den Händen des Oberbürgermeisters und des Präsidenten. Im Anschluss daran erfolgte zum ersten Mal die Vergabe des durch das Internationale Jacob Böhme-Institut Görlitz (IJBI) ausgelobten „Jacob Böhme-Preises“. Diesen erhielt Frau Dr. Cecilia Muratori aus München. Unmittelbar daran schloss sich die Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen der Stadt Görlitz und unserer Gesellschaft über die künftige Nutzung der historischen Sammlung durch unsere Mitglieder an. Mit der 276. Mitgliederversammlung am 20. April 2013 endete die Legislaturperiode des am 20. Juni 2009 gewählten Präsidiums. In der Wahlhandlung sprachen die Mitglieder dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten, dem Sekretär sowie dem Beisitzer Prof. Dr. Winfried Müller durch ihre Wiederwahl das Vertrauen aus. Da drei Mitglieder des alten Präsidiums nicht mehr zur Wahl antraten, wurden der Schatzmeister sowie zwei Beisitzer neu in das Präsidium gewählt. Die Mitgliederversammlung verabschiedete aufgrund von § 7 Abs. 1 der Satzung eine Ehrenordnung. Pünktlich zur Frühjahrstagung erschien der nunmehr bereits 135. Jahrgang des „Neuen Lausitzischen Magazins“. Die Rückkehr zur alten Zählung hat sich bewährt, verdeutlicht sie doch die lange Tradition der Gesellschaftsarbeit.

Die Herbsttagung vom 8. und 9. November 2013 in Bautzen widmete sich dem Thema Stadtchronistik des Spätmittelalters und der Neuzeit in vergleichender Perspektive. Willkommener Anlass war die Rückkehr der sogenannten „Techell-Chronik“, die nun nach rund 150 Jahre währender Odyssee wieder ihren Ursprungsort erreichte.

In der Reihe der Beihefte erschien mit den „Studien zur neuzeitlichen Geschichtsschreibung in den böhmischen Kronländern Schlesien, Oberlausitz und Niederlausitz“ der nunmehr 11. auch inhaltlich voluminöse Band. Er widmet sich ausschließlich der chronikalischen Überlieferung in diesen drei ehemaligen böhmischen Kronländern. Besonders erfreulich ist, dass die Quellenarbeit nicht zu kurz kommt und die im Jahr 2011 wiederbegründete Reihe der „Scriptores rerum Lusaticarum“ mit den Bänden VII und VIII eine weitere Fortsetzung erfuhr. In Band VII kamen die Annalen der Stadt Kamenz des Ratsherrn Caspar Haberkorn zum Abdruck. In Band VIII edierte Tino Fröde eine „Chronik der Stadt Zittau 1255-1623“, deren Manuskript in der Christian-Weise-Bibliothek Zittau aufbewahrt wird.

Der Präsident vertrat die Gesellschaft bei der Jahrestagung der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz e.V. am 16. März 2013 in Knappenrode sowie auf der Fachbeiratssitzung zur 1. Brandenburgischen Landesausstellung am 30. April 2013 in Potsdam. 

2014

Zur Frühjahrstagung am 12. April 2014 konnte der Hermann-Knothe-Wissenschaftspreis zum fünften Mal vergeben werden. Die Auszeichnung erhielt der in Greifswald geborene Thomas Hardke für seine Untersuchung zur evangelischen Kirchgemeinde Zittau und ihren Pfarrern in der Zeit des Nationalsozialismus.

Die gemeinsam mit dem Sorbischen Institut in Bautzen organisierte Herbsttagung „Sorben und Deutsche: Heimat Lausitz – Fremde Lausitz“ am 14. und 15. November 2014 stieß auf großes Interesse. Mehr als 70 Teilnehmer trafen sich zum Gedankenaustausch im Sorbischen Museum auf der Ortenburg. Insgesamt 17 Vortragende setzten sich an den beiden Tagen mit dem doch sehr schwer definierbaren Begriff „Heimat“ auseinander.

Die Reihe der Beihefte konnte mit zwei Neuerscheinungen fortgesetzt werden. Zum einen erfolgte die Herausgabe des Tagungsbandes „Musik und Konfessionskulturen in der Oberlausitz der Frühen Neuzeit“ als Band 12. Im Band 13 kam eine Monografie von Maritta Iseler zum Druck, die sich mit der Entwicklung der Renaissance-Bauformen und den in Görlitz tätigen Baumeistern auseinandersetzt. Der reich bebilderte Band „Bauwesen und Architektur der Stadt Görlitz – Repräsentationsformen an der Schwelle zur Frühen Neuzeit“ wirft außerdem ein interessantes Licht auf die Organisation des Bauwesens und die Intentionen der Auftraggeber und stellt die Bau- und Werkmeister der Stadt in den Kontext ihrer Zeit. 

2015

Die Frühjahrstagung fand vom 24. bis 25. April 2015 in Görlitz im Kulturhistorischen Museum Neißstraße 30 statt. Den Eröffnungsvortrag am Freitag hielt der Leiter der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein, Dr. Boris Böhm. Er stellte aus Anlass des 250. Geburtstages von Gottlob Adolf Ernst von Nostitz und Jänkendorf (1765–1836) Leben und Werk des einstigen Präsidenten vor und würdigte dessen Leistungen als Jurist, Politiker, Literat und Gründer karitativer und sozialer Einrichtungen in der Oberlausitz und in Sachsen. Am Sonnabend wurde die Tagung mit der Verleihung des Hermann-Knothe-Preises fortgeführt. Nun schon zum sechsten Mal konnte die von den Bürgermeistern der Sechsstädte gestiftete Auszeichnung überreicht werden, die in diesem Jahr Herrn Sven Brajer (Dresden) für seine Arbeit „Der wirtschaftliche Strukturwandel in der südlichen Oberlausitz im Textilgewerbe in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts am Beispiel der Firmen ‚Carl Gottlieb Hoffmann´aus Neugersdorf‘ und ‚Hermann Wünsches Erben‘ aus Ebersbach/Sa.“ erhielt. Zum zweiten Mal konnte im Anschluss der Jacob Böhme-Preis verliehen werden, den sich im diesem Jahr zwei Kandidaten teilen durften. Dr. Thomas Regehly vom Internationalen Jacob-Böhme-Institut zeichnete Dr. Tünde Beatrix Karnitscher (Budapest) für ihre Arbeit zur Entstehung und Erweiterung des Rezipientenkreises des Werkes Böhmes und Dr. Filips Defoort (Gent) für seine Untersuchung zur Prädestination bei Böhme aus.

Die gemeinsam mit dem Verein für Sächsische Landesgeschichte e. V. vom 20. bis 22. November 2015 veranstaltete Herbsttagung auf Schloss Krobnitz bei Reichenbach erinnerte an die Ereignisse des Jahres 1815. Wie kaum ein anderes Geschehen in der Geschichte der Oberlausitz wirkt die schmerzhafte Teilung des Landes in einen preußischen und einen sächsischen Anteil noch heute in den Köpfen der Menschen nach.

Wie in den vergangenen Jahren üblich, konnte das aktuelle Heft unserer Vereinszeitschrift „Neues Lausitzisches Magazin“ den Mitgliedern zur Frühjahrstagung überreicht werden. Im nunmehr 137. Band fanden fünf Aufsätze und zwei Miszellen Aufnahme, die eine große Bandbreite der wissenschaftlichen Forschung zur Oberlausitz widerspiegeln.

Zur Entlastung des Sekretärs wurde Frau Dr. des. Constanze Herrmann als Leiterin der Geschäftsstelle berufen. Damit stellt das Präsidium zum einen die regelmäßige Besetzung der Geschäftsstelle sicher und zum anderen werden die zahlreichen Aufgaben des Sekretärs auf breitere Schultern verteilt. 

2016

Die Frühjahrstagung fand vom 22. bis 23. April 2016 in Görlitz im Kulturhistorischen Museum Neißstraße 30 statt. Frau Dr. Lubina Mahling erhielt den Hermann-Knothe-Wissenschaftspreis für die von ihr eingereichte Arbeit „Pietistische Bildung in der Lausitz – Das Hallesche Waisenhaus als Vorbild von Lausitzer Schulanstalten und Waisenhäusern“. Zur Frühjahrtagung erschien wiederum das aktuelle Heft unserer Vereinszeitschrift „Neues Lausitzisches Magazin“. Der 138. Band enthält sieben Aufsätze und vier Miszellen sowie eine Reihe Rezensionen.

Die Herbsttagung vom 3. bis 5. November 2016 in Görlitz widmete sich einem der frühen Mitglieder unserer Gesellschaft: dem Königshainer Gutsbesitzer, Ökonomen, Numismatiker und Künstler Carl Adolph Gottlob von Schachmann (1725–1789). In den Vorträgen klangen die zahlreichen Facetten seines bewegten Lebens an, freilich ohne sie abschließend beurteilen zu können. Fünf Jahre nach der Adels-Tagung in Hoyerswerda konnte den Mitgliedern anlässlich der Herbsttagung nun der lang erwartete Band „Zwischen mächtigen Fürsten. Der Adel der Oberlausitz in vergleichender Perspektive (16.–19. Jahrhundert)“ vorgestellt werden. Das auf 376 Seiten angelegte Beiheft Nr. 15 schließt mit seinem breiten Spektrum so manche Forschungslücke. 

2017

Die Frühjahrstagung am 22. April 2017 wurde gemeinsam mit der Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat durchgeführt. Die Stiftung, deren Zweck in der Förderung von Kultur und Wissenschaft im mitteldeutschen Raum besteht, hielt in der Stadt Görlitz ihre Jahrestagung ab und so bestand die Möglichkeit, die gegenseitigen Potentiale kennenzulernen und in der Öffentlichkeit für Vereins- und Stiftungszweck zu werben. Achter Preisträger des Hermann-Knothe-Wissenschaftspreises wurde Herr Christoph Hanzig aus Dresden mit seiner Arbeit „Von der provisorischen Unterbringung zur professionalisierten Ermordung – Kinder und Jugendliche während des Zweiten Weltkriegs in der Landesanstalt Großschweidnitz“. In der Mitgliederversammlung erhielten bei der Wahl des Präsidiums Dr. Steffen Menzel als Präsident, Dr. Lars-Arne Dannenberg als Vizepräsident, Dr. Volker Dähn als Schatzmeister sowie Kai Wenzel und Matthias Wenzel als Beisitzer erneut das Vertrauen der Mitglieder. Neu in das Präsidium wurden Dr. Constanze Hermann als Sekretär und Dr. Jens Bulisch als Beisitzer gewählt.

Die Herbsttagung vom 3. bis 4. November 2017 in Ebersbach-Neugersdorf stand im Zeichen von „Industrialisierung und Industriekultur in der Oberlausitz“. Den Abschluss der Tagung bildete ein Besuch im Stammhaus der Textilfirma C. G. Hoffmann in Neugersdorf.

2017 erschienen drei weitere Beihefte zum Neuen Lausitzischen Magazin. Mit Beiheft 16 publizierte Frau Dr. Constanze Hermann ihre Dissertation zum Physikalischen Kabinett in Görlitz. Eine sprachgeschichtliche Untersuchung zu überlieferten sorbischen Familiennamen der östlichen Oberlausitz kam im Beiheft 17 zum Abdruck. Für diese Abhandlung exzerpierte Dr. Steffen Menzel etwa 10.000 Einträge mit knapp 5.000 Namenträger in rund 300 Dörfern. Prof. Dr. Walter Wenzel, einer der führenden sächsischen Onomastiker, untersuchte das namenkundliche Material und erläuterte Entstehung und räumliche Verteilung der Namen. Ebenfalls in diesem Jahr erschien als Beiheft 18 nach jahrelanger akribischer Vorarbeit das „Biographische Lexikon der Mitglieder der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften 1779–1945“. In diesem Lexikon sind nun erstmals alle Mitglieder mit biographischen Artikeln gewürdigt. Unter den mehr als 2.000 ermittelten Personen finden sich vielfach klangvolle Namen aus der damaligen Gelehrtenwelt aber auch Dorflehrer und Pfarrer, deren Wirken kaum über einen lokalen Rahmen hinausging.

Bei der am 9. Mai 2017 stattgefundenen gemeinsamen Stadtratssitzung der Europastadt Görlitz / Zgorzelec im Dom Kultury wurde die Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften e. V. mit dem Ehrentitel „Für Verdienste um die Europastadt Görlitz/Zgorzelec“ ausgezeichnet. Bei einem Festakt nahm der Präsident in Anwesenheit zahlreicher Gäste aus Politik, Kirche und Wirtschaft die Ehrenplakette entgegen. Prof. Dr. Willi Xylander hielt die Laudatio und umriss eindrucksvoll die grenzüberschreitende Arbeit. Der Präsident stellte ausgehend von den Traditionen der Gesellschaft das gegenwärtige Bemühen um wissenschaftliche Zusammenarbeit im Dreiländereck in den Mittelpunkt seiner Dankesrede.